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NASA vergibt fast 600 Millionen Dollar für vier neue Mondlandungen

NASA Mondbasis

NASA vergibt fast 600 Millionen Dollar für vier neue Mondlandungen

30.06.2026

Astrobotic, Firefly Aerospace und Intuitive Machines bringen Ende 2028 identische Messinstrumente zur Mondoberfläche - ein weiterer Baustein von NASAs Commercial-Lunar-Payload-Services-Programm.

NASA hat drei kommerziellen Partnern Aufträge im Gesamtwert von knapp 600 Millionen US-Dollar erteilt, um Ende 2028 vier weitere wissenschaftliche Nutzlasten zur Mondoberfläche zu bringen. Astrobotic erhält 297,9 Millionen US-Dollar für zwei Landungen, Firefly Aerospace 144,2 Millionen US-Dollar und Intuitive Machines 148,3 Millionen US-Dollar für je eine Landung. Die Vergabe erfolgt im Rahmen des Commercial Lunar Payload Services (CLPS), über das die US-Weltraumbehörde private Anbieter mit dem Transport von Fracht zum Mond beauftragt.

Astrobotic setzt dafür seinen Peregrine-Lander ein und stellt zusätzliche Kapazität für kommerzielle, staatliche, akademische und internationale Kunden bereit. Firefly Aerospace fliegt mit dem Blue-Ghost-Lander bereits seine sechste vertraglich vereinbarte Mondmission. Intuitive Machines setzt eine aktualisierte Version seines bereits geflogenen Landers ein. Alle drei Unternehmen greifen damit auf weiterentwickelte Fassungen von Fahrzeugen zurück, die schon im Einsatz waren - nach NASA-Angaben soll das eine höhere Missionsfrequenz ermöglichen.

Jede der vier Landungen trägt denselben Satz von drei NASA-Instrumenten: die Stereokamera SCALPSS (Stereo Camera for Lunar Plume Surface Studies) mit vier Kameras, die den beim Landeanflug aufgewirbelten Mondstaub dreidimensional erfasst, das Laser Retroreflector Array (LRA) als passive Navigationsmarke für künftige Missionen sowie das Strahlungsmessgerät LETS (Linear Energy Transfer Spectrometer), das die Strahlungsumgebung für die Sicherheit künftiger Astronauten kartiert.

„Indem wir dieselben wissenschaftlichen Instrumente auf mehreren Landern fliegen, verstehen wir mögliche Gefahren während der Landung besser und bauen ein globales Netzwerk aus Umweltdaten und Positionsmarken auf dem Mond auf", erklärte Joel Kearns, stellvertretender Associate Administrator für den Bereich Exploration im Science Mission Directorate der NASA. Ryan Stephan, kommissarischer Direktor für Cargo Lander im Mondbasis-Programm der Behörde, bezeichnete das Vorhaben als Testgelände für Mondbasis-Operationen: Eine schnellere Taktung bei Missionsvergabe und Startgelegenheiten solle es erlauben, rascher zu lernen, zu iterieren und zu verbessern.

Die vier neuen Landungen sind Teil eines größeren Plans: NASA hat insgesamt 17 Lieferungen zur Mondoberfläche über mehrere Anbieter hinweg vorgesehen. Gleichzeitig kündigte die Behörde weitere Ausschreibungen an die amerikanische Industrie an - unter anderem für eine Energie- und Avionik-Technologiedemonstration, einen optischen Scanner für die Südpolregion des Mondes, eine Kommunikations- und Navigationssatellitenkonstellation sowie eine offene Ausschreibung für weitere Technologiedemonstrationen der Mondbasis. Dazu kommt der von der NASA vorgestellte Rover-Vorschlag PROMISE - eine technische Hybridversion der Mars-Rover Perseverance und Curiosity, für die die Behörde selbst betont, dass Starttermin, Landeplatz und Budget noch offen sind.

Für den Aufbau der Mondbasis ist die Vergabe ein weiterer Baustein: Associate Administrator Lori Glaze begründete die Aufträge damit, das Engagement zu beschleunigen, eine dauerhafte Präsenz auf der Mondoberfläche aufzubauen und die dafür nötigen Fähigkeiten zu entwickeln. Auffällig ist dabei, dass alle drei Anbieter auf bereits geflogene, weiterentwickelte Lander-Designs setzen - ein Hinweis darauf, dass NASA bei diesem Vergabeschritt auf erprobte Technik statt auf neue Anbieter gesetzt hat. Ob das eine bewusste Abkehr von mehr Wettbewerb ist, geht aus der NASA-Mitteilung nicht hervor. Das CLPS-Programm hat seit seinem Start 2018 ohnehin deutlich mehr als drei Anbieter unter Vertrag genommen, sodass sich aus dieser einzelnen Vergaberunde keine generelle NASA-Strategie gegenüber neuen Marktteilnehmern ableiten lässt.

Das Wichtigste
  • Vier Mondlandungen Ende 2028, Gesamtauftragsvolumen knapp 600 Millionen US-Dollar
  • Astrobotic (Peregrine) 297,9 Mio., Firefly Aerospace (Blue Ghost) 144,2 Mio., Intuitive Machines 148,3 Mio. US-Dollar
  • Jede Landung trägt SCALPSS, LRA und LETS zur Staub-, Navigations- und Strahlungsmessung
  • NASA kündigt weitere Ausschreibungen an, u. a. eine Mond-Kommunikationskonstellation, sowie das noch unbeschlossene Rover-Konzept PROMISE (Hybrid aus Perseverance und Curiosity)

Wie diese Meldung entstanden ist: Recherchiert und geschrieben mit KI-Unterstützung auf Grundlage der oben genannten Quellen, anschließend automatisiert gegen die Originalquellen geprüft und überarbeitet. Redaktionell verantwortlich: Sirwan Aminy.

Stand: 13.08.2026, 01:54 Uhr MESZ · Mars Chroniken Redaktion

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