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Starship Flug 11: Der versöhnliche Schlussakkord der V2-Ära

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Starship-Chronik · Block 2 · Booster 15 (zweiter Einsatz) / Ship 38

Starship Flug 11: Der versöhnliche Schlussakkord der V2-Ära

Booster 15 und Ship 38 liefern den zweiten vollen Erfolg in Folge und räumen den Weg für Starship V3 frei

Erfolg13. Oktober 2025
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Flug 11 war das Finale der zweiten Starship-Generation. Nach dem rundum erfolgreichen Flug 10 im August 2025 sollte dieser Flug beweisen, dass der Erfolg kein Ausreißer war, und nebenbei Daten für die kommende V3-Generation liefern. Am 13. Oktober 2025 hob die Kombination aus Booster 15 (zweiter Einsatz, nach dem Turmfang bei Flug 8) und Ship 38 von Pad A in Starbase ab.

Der Flug lief fast vollständig nach Drehbuch: Alle 33 Raptoren am Booster zündeten, die Stufentrennung per Hot-Staging gelang sauber, acht Starlink-Simulatoren wurden ausgesetzt, ein Raptor im All wurde wiedergezündet. Der Booster testete ein neues Landebrennprofil für den künftigen V3-Super-Heavy und wasserte sanft im Golf von Mexiko. Einzige Randnotiz: Ein Raptor zündete beim Rücksturz-Brennen nicht, lief beim Landebrennen aber wieder mit. Ship 38 überstand einen bewusst verschärften Wiedereintritt samt Bankmanöver und setzte punktgenau im Indischen Ozean auf.

Damit endete die V2-Ära nach einem schwierigen ersten Halbjahr 2025 mit drei Fehlschlägen in Folge mit zwei vollen Erfolgen in Serie. Der Weg für Starship V3 war frei.

Ergebnis

Voller Erfolg: Beide Stufen wasserten punktgenau, alle Testziele wurden erreicht, darunter Starlink-Simulatoren-Deploy, Raptor-Relight, Hitzeschild-Härtetest, Bankmanöver und das neue Booster-Landebrennprofil.

Die Ziele
  • Bestätigung des Flight-10-Profils: acht Starlink-Simulatoren auf suborbitaler Bahn aussetzen.
  • Wiederzündung eines Raptor-Triebwerks im All als Nachweis der Deorbit-Fähigkeit.
  • Hitzeschild-Härtetest mit bewusst entfernten Kacheln an verwundbaren Stellen, Daten für den V3-Schutzschild.
  • Dynamisches Bankmanöver beim Wiedereintritt zur Erprobung der Anflugalgorithmen für künftige Turmlandungen des Ships.
  • Neues Landebrennprofil des Boosters (13, dann 5, dann 3 Triebwerke) als Generalprobe für den V3-Super-Heavy.
  • Wiederverwendung untermauern: zweiter Flug von Booster 15 mit 24 flugerprobten Raptoren.
Der Flugverlauf
  1. Liftoff am 13. Oktober 2025 um 23:23 UTC (01:23 MESZ in der Nacht auf den 14. Oktober) von Pad A in Starbase - alle 33 Raptoren des Boosters liefen.
  2. Nach gut zweieinhalb Minuten Hot-Staging: Ship 38 zündete noch während der Trennung, Booster 15 leitete den Rücksturz ein. Einziger Makel des Flugs: Ein Raptor zündete beim Rücksturz-Brennen nicht, beim Landebrennen lief er wieder mit.
  3. Booster 15 flog statt zum Turm gezielt in den Golf von Mexiko und testete dabei das neue Landebrennprofil: 13 Triebwerke gezündet, Ausweichphase mit 5, Endphase mit 3. Sanfte Wasserung.
  4. Ship 38 erreichte die suborbitale Bahn und setzte in der Freiflugphase acht Starlink-Simulatoren über den PEZ-Dispenser aus.
  5. Ein einzelnes Raptor-Triebwerk wurde im All kurz wiedergezündet - die Demonstration der späteren Deorbit-Zündung.
  6. Wiedereintritt mit absichtlich geschwächtem Hitzeschild, dazu ein dynamisches Bankmanöver in der Unterschallphase, das den Anflug auf den Fangturm simulierte.
  7. Flip, Landebrennen und punktgenaue Wasserung im Indischen Ozean rund 66 Minuten nach dem Start.
Zahlen und Fakten
Startdatum13. Oktober 2025, 23:23 UTC (01:23 MESZ am 14.10.)
Flugdauer~66 Minuten
KonfigurationBlock 2 (V2), B15-2 / S38
Triebwerke33 + 6 Raptoren (39 gesamt)
Flugerprobte Raptoren am Booster24 von 33
Nutzlast8 Starlink-Simulatoren (Attrappen)
Gipfelhöhe~192 km (suborbitale Bahn)
WasserungenGolf von Mexiko (Booster), Indischer Ozean (Ship)
Die Einordnung

Flug 11 markiert das Ende der V2-Ära (Block 2) nach einem harten ersten Halbjahr 2025 mit drei Fehlschlägen in Folge im Januar, März und Mai und beweist mit zwei vollen Erfolgen hintereinander (Flug 10 und 11), dass die Architektur beherrschbar war, bevor SpaceX komplett auf Starship V3 umstellte. Es war zugleich der letzte Start von Pad A (Pad 1) in Starbase, jener Rampe, von der aus alle bisherigen integrierten Starship-Flüge abhoben. Die hier erprobten Elemente, das neue Booster-Landebrennprofil, das Bankmanöver beim Wiedereintritt und der Raptor-Relight im All, flossen direkt in die Auslegung von Booster 19/Ship 39 und Pad 2 ein, die nur sieben Monate später bei Flug 12 den Erstflug der V3-Architektur versuchten.

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Quellen
Stand: 30.07.2026, 14:43 Uhr MESZ · Recherche mit Faktencheck, Quellen je Mission · Mars Chroniken Redaktion