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Starship-Chronik · Booster 19 / Ship 39 (Block 3, V3-Architektur, Pad 2)
Starship Flug 12 (IFT-12): Erster V3-Flug endet als Teilerfolg
Booster 19 und Ship 39 starten erstmals mit Raptor-3-Triebwerken von Pad 2 in Starbase - das Schiff meistert die komplette Mission bis zur Wasserung, der Booster geht beim Boostback verloren
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Flug 12 war der Erstflug der V3-Architektur: Booster 19 und Ship 39 starteten erstmals mit den neuen Raptor-3-Triebwerken von Pad 2 in Starbase, das hier ebenfalls seine Premiere hatte. Der erste Startversuch am 21. Mai wurde wegen eines Hydraulikpins abgesagt, am 22. Mai um 22:30 UTC (00:30 MESZ am 23. Mai) hob der Stack schlieĂlich ab.
Der Flug erzĂ€hlt zwei gegensĂ€tzliche Geschichten. Das Schiff steckte zwei Raptor-AusfĂ€lle weg und lieferte trotzdem eine nominale suborbitale Bahn, das erfolgreiche Aussetzen von 22 Starlink-Simulatoren, Flap-Stresstests beim Wiedereintritt und eine saubere Wasserung im Indischen Ozean. Der Booster dagegen ging verloren: Beim Boostback-Manöver zĂŒndeten nur 20 von 28 Triebwerken, der Burn brach nach unter 20 Sekunden ab statt der geplanten rund eine Minute, B19 geriet ins Taumeln und schlug mit etwa 1.450 bis 1.500 km/h im Golf von Mexiko auf.
Der Aufstieg selbst lief mit allen 33 Raptor-3-Triebwerken des Boosters nominal, und Pad 2 ĂŒberstand seine Feuertaufe nahezu unbeschĂ€digt - nur PerimeterwĂ€nde und das Gateway-to-Mars-Schild trugen SchĂ€den davon. Die FAA stufte den Booster-Verlust am 27. Mai als Mishap ein, die Untersuchung betraf ausschlieĂlich den Booster. Die Gesamtwertung: ein Teilerfolg mit klar erkennbarem Fortschritt.
Das Schiff meisterte den V3-Erstflug trotz zweier Raptor-AusfĂ€lle bis zur sauberen Wasserung im Indischen Ozean, doch der Booster ging beim missglĂŒckten Boostback-Manöver verloren: Nur 20 von 28 Triebwerken zĂŒndeten, B19 schlug mit rund 1.450 bis 1.500 km/h im Golf von Mexiko auf.
- Erstflug der V3-Architektur mit den neuen Raptor-3-Triebwerken qualifizieren.
- Erstnutzung von Pad 2 in Starbase im realen Startbetrieb demonstrieren.
- Booster-RĂŒckkehr mit Boostback-Manöver und Landebrand ĂŒber dem Golf von Mexiko testen.
- 22 Starlink-Simulatoren aus der Nutzlastbucht aussetzen.
- Raptor-WiederzĂŒndung im All demonstrieren (im Flug abgesagt).
- Wiedereintritt mit Flap-Stresstests und kontrollierter Wasserung im Indischen Ozean abschlieĂen.
- 21. Mai: Erster Startversuch wegen eines Hydraulikpins gescrubbt. Start am 22. Mai um 22:30 UTC von Starbase Pad 2.
- Aufstieg: Alle 33 Raptor-3-Triebwerke des Boosters liefen nominal. Am Ship fiel ein Raptor frĂŒh aus - der genaue Zeitpunkt ist unbestĂ€tigt, die Quellen nennen etwa 36 Sekunden bzw. T+1:42.
- Hot-Staging verlief nominal. Bei T+3:10 fiel am Ship zusÀtzlich ein Vakuum-Raptor aus.
- Boostback: Nur 20 von 28 Triebwerken zĂŒndeten, der Burn endete nach unter 20 Sekunden, geplant war rund eine Minute. B19 geriet ins Taumeln, die Gridfins fingen ihn teilweise wieder ab.
- Booster-Ende: Der Landebrand lief mit nur einem Triebwerk, B19 schlug mit rund 1.450 bis 1.500 km/h im Golf von Mexiko auf.
- Ship-Missionsphase: Trotz der TriebwerksausfĂ€lle erreichte S39 die nominale suborbitale Bahn und setzte 22 Starlink-Simulatoren erfolgreich aus. Die geplante Raptor-WiederzĂŒndung im All wurde wegen des Vakuum-Ausfalls abgesagt.
- Wiedereintritt: Flap-Stresstests, Landebrand mit 2 von 3 Zentral-Raptoren, saubere Wasserung im Indischen Ozean.
- Nachspiel: Die FAA stufte den Booster-Verlust am 27. Mai als Mishap ein. Pad 2 blieb fast unbeschÀdigt, betroffen waren nur PerimeterwÀnde und das Gateway-to-Mars-Schild.
Flug 12 markierte den Ăbergang zur Block-3-Generation von Starship: den Erstflug der Raptor-3-Triebwerke und die Feuertaufe von Pad 2 in Starbase - zwei groĂe Infrastruktur- und Hardware-Neuerungen in einem einzigen Flug. Dass das Schiff trotz zweier TriebwerksausfĂ€lle die komplette suborbitale Mission inklusive Flap-Stresstests, Wiedereintritt und kontrollierter Wasserung durchzog, bestĂ€tigte die grundsĂ€tzliche Reife der V3-Kapsel und ihres ĂŒberarbeiteten Hitzeschilds. Der Verlust von Booster 19 beim Boostback-Manöver wurde dagegen zur ersten offenen Wunde der neuen Ăra und fĂŒhrte zu einer FAA-Untersuchung samt 55-tĂ€giger Zwangspause. Flug 13 (16./17. Juli 2026) trat gezielt an, um genau diesen Fehler zu korrigieren, gestĂŒtzt auf einen 33-Triebwerks-Static-Fire ĂŒber die volle Solldauer als Vorabbeweis - und flog erstmals mit echter Nutzlast statt Simulatoren.
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