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Starship-Chronik · Block 1 - Booster 11 / Ship 29
Starship Flug 4: Der erste komplette Durchlauf beider Stufen
Integrierter Testflug 4 (Block 1, Booster 11 / Ship 29) beweist am 6. Juni 2024, dass Starship den Wiedereintritt ĂŒbersteht und macht damit den Weg fĂŒr den ersten Turm-Fang frei
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Starship Flug 4 erklĂ€rt - Was du wissen musstFluganalyse · Mars Chroniken
Nach Flug 3 im MĂ€rz 2024, bei dem Ship 28 im Wiedereintritt zerbrach und Booster 10 beim Landebrand verloren ging, hatte Flug 4 eine klare Ansage: Diesmal sollte Starship nicht nur hochkommen, sondern heil zurĂŒckkommen. SpaceX erklĂ€rte das Ăberstehen der maximalen Aufheizung beim Wiedereintritt vorab zum Hauptziel des Fluges.
Am 6. Juni 2024 um 14:50 MESZ hob der Block-1-Stack aus Booster 11 und Ship 29 von Starbase ab. Einer der 33 Raptor-Triebwerke fiel beim Aufstieg frĂŒh aus, die ĂŒbrigen 32 hielten den Flug trotzdem im Plan. B11 setzte nach Boostback und Landebrand bei T+7:24 weich im Golf von Mexiko auf, die erste sanfte Wasserung eines Super Heavy ĂŒberhaupt. Ship 29 ĂŒberstand den Wiedereintritt trotz einer teilweise durchgebrannten vorderen Klappe und wasserte nach rund 66 Minuten kontrolliert im Indischen Ozean.
Flug 4 war der Wendepunkt des Programms: der erste Flug, bei dem beide Stufen ihre komplette Mission bis zur weichen Wasserung durchstanden. Die Live-Bilder der glĂŒhenden, weiterarbeitenden Klappe wurden zur Ikone dieses Testflugs, und der Erfolg machte den Weg frei fĂŒr den ersten Turm-Fang bei Flug 5, nur vier Monate spĂ€ter.
Voller Erfolg: Beide Stufen kamen erstmals kontrolliert und weich herunter. Booster 11 wasserte nach dem ersten sanften Super-Heavy-Landebrand im Golf von Mexiko, Ship 29 ĂŒberstand trotz einer teilweise durchgebrannten Klappe den Wiedereintritt und wasserte kontrolliert im Indischen Ozean. SpaceX erklĂ€rte alle Hauptziele fĂŒr erreicht.
- Den Wiedereintritt des Ships ĂŒberstehen, vor allem die Phase maximaler Aufheizung - das erklĂ€rte Hauptziel nach dem Verlust von Ship 28 bei Flug 3.
- Landebrand und weiche Wasserung des Super-Heavy-Boosters im Golf von Mexiko demonstrieren.
- Flip-Manöver und Landebrand des Ships mit kontrollierter Wasserung im Indischen Ozean durchziehen.
- Hot Staging erneut fliegen, erstmals mit Abwurf des Hot-Staging-Rings nach dem Boostback Burn.
- Daten fĂŒr die RĂŒckkehr und Wiederverwendung beider Stufen sammeln - als direkte Vorbereitung auf den Turm-Fang des Boosters.
- Liftoff am 6. Juni 2024 um 14:50 MESZ (12:50 UTC) von Pad A in Starbase, Texas. Einer der 33 Raptor-Triebwerke fiel frĂŒh aus, die ĂŒbrigen 32 kompensierten, der Aufstieg lief nominal.
- Knapp drei Minuten nach dem Start Hot Staging: Ship 29 zĂŒndete noch wĂ€hrend der Trennung, Booster 11 drehte in den Boostback Burn und warf erstmals den Hot-Staging-Ring ab.
- T+7:24: B11 setzte nach dem Landebrand (12 von 13 Triebwerken zĂŒndeten) weich im Golf von Mexiko auf - die erste sanfte Wasserung eines Super Heavy ĂŒberhaupt.
- Ship 29 erreichte nach Brennschluss eine suborbitale Bahn mit rund 213 km Gipfelhöhe und coastete gut eine halbe Stunde Richtung Indischer Ozean.
- Wiedereintritt live via Starlink ĂŒbertragen: In der Plasmaphase brannte eine der vorderen Klappen am Scharnier teilweise durch, die Kameralinse riss - die Klappe steuerte trotzdem weiter.
- Bei rund T+66 Minuten Flip-Manöver, Landebrand und weiche Wasserung im Indischen Ozean - das erste Starship, das eine komplette Mission von der Rampe bis zur Wasserung durchstand.
Flug 4 markierte den Wendepunkt des Starship-Programms: Erstmals durchliefen beide Stufen ihre komplette Mission bis zur weichen Wasserung. Nach dem Verlust beider Fahrzeuge bei Flug 3 hatte SpaceX das Ăberstehen des Wiedereintritts vorab zum erklĂ€rten Hauptziel erklĂ€rt, und genau das gelang, trotz einer am Scharnier teilweise durchgebrannten Klappe, deren glĂŒhende Live-Bilder zum Symbolbild des Programms wurden. Die weiche Boosterwasserung im Golf von Mexiko war der direkte VorlĂ€ufer des ersten Turm-Fangs, den SpaceX daraufhin schon fĂŒr Flug 5 ansetzte, nur vier Monate spĂ€ter. Ohne den nachgewiesenen Erfolg von Flug 4 wĂ€re dieser Sprung so nicht möglich gewesen.
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