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Starship Flug 7: Der Booster fängt, doch Block 2 zerbricht über der Karibik

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Starship-Chronik · B14-1 / S33 (Block 2)

Starship Flug 7: Der Booster fängt, doch Block 2 zerbricht über der Karibik

Zweiter erfolgreicher Turmfang und erster wiederverwendeter Raptor-Triebwerkseinsatz, aber das neu eingeführte Ship V2 verliert nach acht Minuten den Kontakt

Fehlschlag16. Januar 2025
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Flug 7 war der erste Starship-Start des Jahres 2025 und der bis dahin ehrgeizigste: Auf Booster 14 saß mit Ship 33 erstmals ein <b>Ship der zweiten Generation (Block 2)</b> - gestreckter Rumpf, kleinere und weiter leewärts versetzte Frontflaps, rund 25 Prozent mehr Treibstoff, neu gestaltete Treibstoffleitungen und Avionik. Dazu kam der erste <b>Nutzlast-Aussetztest</b> der Starship-Geschichte mit zehn Starlink-Simulatoren an Bord.

Der Booster lieferte ab: sauberer Aufstieg mit allen 33 Raptoren, Heißabtrennung, Boostback und der <b>zweite erfolgreiche Turmfang</b> der Programmgeschichte - erstmals mit einem bereits geflogenen Raptor-Triebwerk an Bord. Das Ship dagegen verlor gegen Ende des Aufstiegsbrennens nacheinander Triebwerke, die Telemetrie riss nach rund 8 Minuten und 20 Sekunden ab. Das Fahrzeug zerbrach, die Trümmer gingen über dem Atlantik bei den Turks- und Caicosinseln nieder - gefilmt von Passagieren umgeleiteter Linienflugzeuge, die Aufnahmen gingen um die Welt.

Warum der Flug trotzdem zählte: Flug 7 bewies, dass der Turmfang kein Zufallstreffer war und dass Raptor-Wiederverwendung funktioniert - und zugleich, dass das neue Ship V2 noch nicht flugreif war. Die SpaceX-Analyse fand <b>harmonische Schwingungen</b>, deutlich stärker als in allen Bodentests, die im Heckbereich (dem sogenannten Attic) Treibstofflecks und Brände auslösten. Der Fehlschlag prägte die Korrekturen für alle folgenden V2-Flüge.

Ergebnis

Booster 14 gelang der zweite Turmfang der Programmgeschichte und der erste Einsatz eines bereits geflogenen Raptor-Triebwerks, doch das neu eingeführte Ship der zweiten Generation zerbrach nach rund acht Minuten wegen harmonischer Schwingungen im Heckbereich - keines der Schiffsziele (Nutzlast-Aussetztest, Raptor-Relight, Wiedereintritts-Experimente) wurde erreicht, Trümmer regneten über der Karibik nieder.

Die Ziele
  • Erstflug und Qualifikation des Ship der zweiten Generation (Block 2) mit gestrecktem Rumpf und neuen Frontflaps.
  • Erster Nutzlast-Aussetztest der Starship-Geschichte: zehn Starlink-Simulatoren über den Pez-Spender auf suborbitaler Bahn ausstoßen.
  • Wiederholung des Booster-Turmfangs mit Booster 14, inklusive erstem Einsatz eines bereits geflogenen Raptor-Triebwerks.
  • Erneute Raptor-Zündung im Weltraum als Vorarbeit für spätere Deorbit-Manöver.
  • Wiedereintritts-Experimente am Hitzeschild (gezielt entfernte Kacheln, metallische Testkacheln, Fang-Beschläge) mit Wasserung im Indischen Ozean.
Der Flugverlauf
  1. 16.01.2025, 23:37 MEZ (16:37 Ortszeit): Liftoff von Starbase, Pad A. Alle 33 Raptoren des Boosters laufen sauber durch den Aufstieg.
  2. Nach knapp drei Minuten Heißabtrennung: Ship 33 zündet, Booster 14 dreht um und fliegt den Boostback-Burn zurück Richtung Küste.
  3. Rund sieben Minuten nach dem Start fängt der Startturm Booster 14 mit den Chopsticks - der zweite erfolgreiche Fang eines Super Heavy.
  4. Das Ship brennt zunächst planmäßig weiter, doch gegen Ende des Aufstiegsbrennens schalten mehrere Triebwerke nacheinander ab. Nach rund 8 Minuten und 20 Sekunden reißt die Telemetrie ab.
  5. Ship 33 zerbricht, die Trümmer regnen über dem Atlantik bei den Turks- und Caicosinseln nieder. Die FAA aktiviert ein Trümmer-Sperrgebiet, mehrere Airliner werden umgeleitet oder verzögert.
  6. Die FAA ordnet eine Mishap-Untersuchung an. Die zehn Starlink-Simulatoren, der Relight-Test und alle Wiedereintritts-Experimente kommen nie zur Ausführung.
  7. SpaceX-Analyse: Harmonische Schwingungen, im Flug deutlich stärker als in allen Tests, überlasteten die Antriebssektion. Treibstofflecks im Attic-Bereich lösten Brände aus, die Triebwerke schalteten ab. Für Flug 8 folgten geänderte Treibstoffleitungen, angepasste Triebwerksparameter und eine Stickstoff-Spülung des Attic.
Zahlen und Fakten
Startzeitpunkt16.01.2025, 23:37 MEZ
Flugdauer Ship~8 Min 20 Sek bis Signalverlust
Letzte Telemetrie~146 km Höhe, über 21.000 km/h
Triebwerke33 Raptor (Booster) + 6 Raptor (Ship)
Stack-Höhe~123 m (erstmals mit Ship V2)
Nutzlast10 Starlink-Simulatoren (nicht ausgesetzt)
Booster-Fang2. erfolgreicher Turmfang (Booster 14)
Die Einordnung

Flug 7 markiert den Übergang zu Starship Block 2 und zugleich den Beginn einer schwierigen Phase für das neue Ship-Design: Die entdeckten harmonischen Schwingungen im Heckbereich sollten SpaceX durch die folgenden Flüge 8 und 9 verfolgen, die aus verwandten Gründen ebenfalls scheiterten, bevor die Korrekturen ab Flug 10 endlich griffen. Auf der Booster-Seite lieferte Flug 7 dagegen einen wichtigen Baustein für die Wirtschaftlichkeit des Programms: den zweiten Turmfang in Folge und den ersten Einsatz eines bereits geflogenen Raptor-Triebwerks - einen ersten Schritt Richtung echter Wiederverwendbarkeit, wie sie bei der Falcon 9 längst Alltag ist.

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Quellen
Stand: 30.07.2026, 14:43 Uhr MESZ · Recherche mit Faktencheck, Quellen je Mission · Mars Chroniken Redaktion