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Starship-Chronik · B15 / S34 (Block 2)
Starship Flug 8: Dritter Booster-Fang, aber das Schiff explodiert erneut vor Florida
Booster 15 gelingt bei seinem Erstflug der dritte Turm-Fang in Folge - doch Ship 34 bricht zum zweiten Mal hintereinander fast an derselben Stelle des Flugprofils auseinander und legt mit TrĂŒmmern mehrere FlughĂ€fen in Florida lahm
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Flug 8 legte schonungslos offen, wie weit die beiden Starship-HĂ€lften im FrĂŒhjahr 2025 auseinanderdrifteten: Booster 15 gelang bei seinem allerersten Einsatz bereits der dritte erfolgreiche Fang durch die Chopsticks des Startturms, wĂ€hrend Ship 34 keine neun Minuten spĂ€ter zum zweiten Mal in Folge fast an derselben Stelle des Flugprofils auseinanderbrach. Der Start erfolgte am 6. MĂ€rz 2025 um 23:30 UTC (17:30 Uhr Ortszeit Texas) von Starbase, Texas, sieben Wochen nach dem Verlust des ersten Block-2-Ships bei Flug 7. Der Druck war entsprechend hoch, denn die neue, gestreckte Ship-Generation hatte bis dahin noch keinen einzigen sauberen Flug vorzuweisen. Ein erster Startversuch am 3. MĂ€rz war rund 40 Sekunden vor dem Abheben abgebrochen worden, Elon Musk sprach damals öffentlich von 'zu vielen Fragezeichen'.
Der Aufstieg selbst verlief nach Plan: Alle 33 Raptor-Triebwerke von Booster 15 zĂŒndeten, bei rund zwei Minuten und 40 Sekunden trennte sich Ship 34 per HeiĂabtrennung vom Booster, und bei T+7:02 fing der Startturm den Booster erfolgreich ein. Rund eine Minute spĂ€ter begann das DĂ©jĂ -vu: Im Heck von Ship 34 fielen laut SpaceX mehrere Raptor-Triebwerke nacheinander aus, das Schiff verlor die Lagekontrolle und begann zu taumeln, bei etwa T+9:30 riss der Kontakt endgĂŒltig ab. Damit wurde keines der Oberstufenziele erreicht: weder das Aussetzen der vier mitgefĂŒhrten Starlink-Simulatoren noch die geplante Raptor-WiederzĂŒndung im All noch die vorgesehenen Wiedereintrittsexperimente am Hitzeschild.
Die TrĂŒmmer waren von den Bahamas bis Florida am Himmel sichtbar, mehrere FlughĂ€fen in Miami, Fort Lauderdale, Palm Beach und Orlando stoppten kurzzeitig ihren Flugbetrieb. Die FAA aktivierte erneut die Debris Response Area und ordnete eine Mishap-Untersuchung an; SpaceX benannte spĂ€ter ein Hardware-Versagen an einem der mittleren Raptor-Triebwerke mit ungewollter Treibstoffvermischung und ZĂŒndung als wahrscheinlichste Ursache. AuffĂ€llig: SpaceX hatte die Nutzlast gegenĂŒber Flug 7 bereits von zehn auf vier Starlink-Simulatoren reduziert, eine VorsichtsmaĂnahme, die SpaceX nie öffentlich begrĂŒndet hat - und die am Ausgang nichts Ă€nderte, weil das Schiff schon vor dem geplanten Aussetzen ausfiel.
Fehlschlag: Booster 15 gelang bei seinem Erstflug bereits der dritte erfolgreiche Turm-Fang des Programms, doch Ship 34 ging rund neuneinhalb Minuten nach dem Start zum zweiten Mal in Folge nahe derselben Flugphase verloren. Kein einziges Oberstufenziel - weder der erste Nutzlast-Aussetztest noch der Raptor-Relight im All noch die geplanten Wiedereintrittsexperimente - wurde erreicht.
- Zweiter Anlauf fĂŒr das Block-2-Ship nach dem Verlust von Flug 7: suborbitaler Testflug mit geplanter Wasserung im Indischen Ozean
- Erster vollzogener Nutzlast-Aussetztest des Programms: vier Starlink-Simulatoren sollten ĂŒber den Pez-Spender ausgesetzt werden
- WiederzĂŒndung eines Raptor-Triebwerks im Weltraum als Vorarbeit fĂŒr spĂ€tere Deorbit-Manöver
- Wiedereintritts-Experimente am Hitzeschild, unter anderem bewusst entfernte Kacheln und Catch-Fittings fĂŒr einen spĂ€teren Ship-Fang am Turm
- RĂŒckkehr und Turm-Fang von Booster 15 auf seinem Erstflug - angepeilt war der dritte erfolgreiche Catch des Programms
- 3. MĂ€rz 2025: Erster Startversuch rund 40 Sekunden vor dem Abheben abgebrochen, unter anderem wegen technischer Probleme an Booster und Bodensystemen
- 6. MÀrz, 23:30 UTC (17:30 Uhr Ortszeit Texas): Liftoff von Starbase, alle 33 Raptor-Triebwerke von Booster 15 laufen, der Aufstieg verlÀuft nominal
- T+2:40: HeiĂabtrennung - Ship 34 zĂŒndet seine sechs Triebwerke, Booster 15 dreht zum Boostback Richtung Startturm
- T+7:02: Booster 15 wird von den Chopsticks gefangen - der dritte erfolgreiche Turm-Fang des Programms
- Ab ca. T+8:00: Im Heck von Ship 34 kommt es laut SpaceX zu einem energetischen Ereignis, mehrere Raptor-Triebwerke fallen nacheinander aus, das Schiff verliert die Lagekontrolle
- T+9:30: Signalverlust - Ship 34 bricht auseinander, TrĂŒmmerregen von den Bahamas bis Florida sichtbar
- Nachspiel: FAA stoppt vorĂŒbergehend den Flugverkehr in Miami, Fort Lauderdale, Palm Beach und Orlando (rund 240 betroffene FlĂŒge), aktiviert erneut die Debris Response Area und verlangt eine Mishap-Untersuchung
Flug 8 markierte den Moment, in dem das Starship-Programm sichtbar in zwei Geschwindigkeiten zerfiel: Die Booster-Seite steuerte mit dem dritten Fang in Folge auf Routine zu, wĂ€hrend das neue, gröĂere Block-2-Ship zum zweiten Mal in Folge nahezu an derselben Stelle des Flugprofils scheiterte - nach Flug 7 der zweite Ausfall der Ship-Generation, die eigentlich mehr Nutzlast und mehr Treibstoffreserve bringen sollte. FĂŒr die FAA und die Luftfahrt in Florida wurde der wiederholte TrĂŒmmerregen zu einem ernsten Sicherheits- und Politikthema, das SpaceX in den folgenden TestflĂŒgen mit strengeren Vorgaben und mehr öffentlicher Rechenschaft beantworten musste, bevor das Programm mit Flug 9 und den spĂ€teren Block-2-FlĂŒgen wieder Fahrt aufnahm.
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