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Proxima b: Tödliche Strahlung und ewige Nacht

Proxima b: Tödliche Strahlung und ewige Nacht

Video · 22.03.2026 · 21 Min · Mars & Planeten

Unser Nachbarstern Proxima Centauri liegt 4,24 Lichtjahre entfernt, und selbst die schnellste je gebaute Sonde bräuchte 73.000 Jahre bis dorthin. Trotzdem gilt der Planet Proxima b als heißester Kandidat für die erste interstellare Mission der Menschheit. Wir erklären, warum ein roter Zwerg so gefährlich ist, was tödliche Strahlungsausbrüche und ewige Nacht bedeuten und welche Antriebskonzepte den Sprung schaffen könnten.

Darum geht es im Video:
  • Warum rote Zwerge wie Proxima Centauri so gefährlich sind
  • Was tidal locking für Proxima b bedeutet
  • Warum der Planet trotzdem als bester Ziel-Kandidat gilt
  • Breakthrough Starshot und die Lichtsegel-Idee
  • David Kippings radikales Halo-Drive-Konzept

Unser nächster Nachbarstern, Proxima Centauri ist 4,24 Lichtjahre entfernt. Mit der schnellsten Sonde, die die Menschheit je gebaut hat, wäre man 73.000 Jahre unterwegs. Und trotzdem diskutieren Physiker und Ingenieure ernsthaft darüber, wie wir ihn erreichen könnten. In diesem Video erkläre ich, warum Proxima Centauri das faszinierendste und gleichzeitig unwirtlichste Ziel im gesamten Universum ist – und was es braucht, um dorthin zu kommen.

Proxima Centauri ist kein gewöhnlicher Stern. Er ist ein roter Zwerg – kleiner, kühler und weitaus gefährlicher als unsere Sonne. Regelmäßige Strahlungsausbrüche von enormer Intensität treffen den Planeten Proxima b, der sich in der habitablen Zone befindet, mit zehn- bis sechzigmal mehr hochenergetischer Strahlung als die Erde von der Sonne empfängt. Eine Atmosphäre könnte über Milliarden Jahre vollständig abgetragen worden sein.

Und der Planet selbst ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tidal locked – eine Seite in ewigem Tag, die andere in ewiger Nacht. Und trotzdem ist Proxima b der vielversprechendste Kandidat für die erste interstellare Mission der Menschheit.

Das Projekt Breakthrough Starshot will winzige Lichtsegel-Sonden mit einem 100-Gigawatt-Laserarray auf zwanzig Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen – Reisezeit: etwa zwanzig Jahre. Der Astrophysiker David Kipping hat mit dem Halo Drive eine noch radikalere Idee vorgeschlagen: Energie direkt aus der Rotation eines schwarzen Lochs zapfen, treibstofflos und theoretisch unbegrenzt leistungsfähig.

Keines dieser Konzepte existiert heute als fertige Technologie. Aber die Physik dahinter ist solide. Und die Richtung ist klar. Proxima Centauri ist nicht irgendein astronomisches Objekt. Es ist die erste Adresse außerhalb unseres Sonnensystems. Das erste Kapitel einer Geschichte, die die Menschheit gerade erst zu schreiben beginnt.

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Stand: 15.07.2026, 00:39 Uhr MESZ · Mars Chroniken Redaktion

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