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Chinesische Feststoffrakete startet erstmals von hoher See

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Chinesische Feststoffrakete startet erstmals von hoher See

11.08.2026

Orienspace bringt mit der Gravity-1 neun Satelliten ins All und startet dabei erstmals weit draußen im Ostchinesischen Meer statt wie bisher küstennah.

Die chinesische Trägerrakete Gravity-1 hat am 22. Juli 2026 um 10:54 Uhr Pekinger Zeit (04:54 Uhr MESZ) neun Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Besonders an diesem Flug: Es war der erste Start der Feststoffrakete weit draußen auf hoher See statt wie bisher küstennah. Die Rakete des privaten chinesischen Raumfahrtunternehmens Orienspace hob von einer Startplattform im Ostchinesischen Meer vor Shanghai ab, im Gebiet des Jangtse-Deltas. Nach übereinstimmenden chinesischen und internationalen Berichten war es zugleich der dritte erfolgreiche Flug der Rakete seit ihrem Erstflug im Januar 2024.

Bisherige Starts der Gravity-1 fanden bereits 2024 und 2025 küstennah in Gewässern bei Haiyang in der Provinz Shandong statt - ebenfalls von See aus, allerdings deutlich näher an der Küste. Diesmal ging es hinaus auf das offene Meer. Laut der chinesischen Staatsagentur Xinhua und dem Fachmedium SpaceNews markiert die Mission den ersten privaten kommerziellen Raketen-Seestart in genau diesem Seegebiet - dem Ostchinesischen Meer vor dem Jangtse-Delta -, nicht den ersten Seestart eines privaten chinesischen Raketenunternehmens überhaupt. Eine Startplattform auf See lässt sich flexibler positionieren als ein fester Startplatz an Land, was laut den Berichten Chinas Startkapazitäten diversifizieren und die Einsatzbereitschaft der Rakete auch bei komplexeren Seebedingungen verbessern soll.

Die Gravity-1 ist 29,4 Meter lang, hat einen Durchmesser von 2,65 Metern und wiegt beim Start rund 405 Tonnen. Vier seitlich gebündelte Feststoffbooster mit je 150 Tonnen Schubkraft zünden beim Start gemeinsam und liefern zusammen rund 600 Tonnen Schubkraft, das entspricht etwa 5.884 Kilonewton. In den erdnahen Orbit (LEO) kann die dreistufige Rakete 6,5 Tonnen Nutzlast befördern, in eine 500 Kilometer hohe sonnensynchrone Umlaufbahn 4,2 Tonnen. Sowohl chinesische als auch internationale Fachmedien bezeichnen die Gravity-1 deshalb als derzeit stärkste beziehungsweise größte Feststoffrakete der Welt.

An Bord waren neun Satelliten aus unterschiedlichen Programmen: sechs Erdbeobachtungssatelliten der Dongpo-Serie (Dongpo 13, 14 sowie 17 bis 20), die Satelliten Xiguang-2 01 und Tianyi-49, die unter anderem für Rohstofferkundung, Land- und Forstwirtschaft, Umweltüberwachung und Stadtplanung eingesetzt werden sollen, sowie der Technologie-Demonstrator Zidingxiang-3, im Englischen als Lilac-3 übersetzt, der ein besonders flaches Satellitendesign und neue Lageregelungstechnik erproben soll.

Neben der chinesischen Staatsagentur Xinhua berichtete auch die chinesische Staatszeitung Global Times über den Start; da beide chinesische Staatsmedien sind, werden die zentralen Fakten zusätzlich gegen die unabhängigen Fachmedien SpaceNews und Space.com geprüft. Startzeit, Satellitenzahl und der erfolgreiche Abschluss der Mission stimmen bei allen vier Quellen überein - beim genauen Startort weicht Global Times allerdings ab: Die Zeitung nennt weiterhin das bisherige Startgebiet bei Haiyang in der Provinz Shandong, während Xinhua und SpaceNews übereinstimmend das Ostchinesische Meer vor dem Jangtse-Delta als neuen Startort bestätigen - vermutlich eine veraltete Angabe zum Heimathafen des Startschiffs. Mit dem dritten erfolgreichen Flug in Folge untermauert Orienspace seinen Anspruch, mit Feststoffraketen eine schnell einsetzbare und flexible Ergänzung zu Chinas wachsender Flotte kommerzieller Trägerraketen zu etablieren.

Das Wichtigste
  • Dritter erfolgreicher Flug der Gravity-1 seit dem Erstflug im Januar 2024
  • Erster Start weit draußen auf See statt wie bisher küstennah bei Haiyang
  • Neun Satelliten für Erdbeobachtung, Ressourcenerkundung und Technologietests an Bord
  • Mit rund 405 Tonnen Startmasse und 600 Tonnen Schubkraft gilt sie als weltweit stärkste Feststoffrakete

Wie diese Meldung entstanden ist: Recherchiert und geschrieben mit KI-Unterstützung auf Grundlage der oben genannten Quellen, anschließend automatisiert gegen die Originalquellen geprüft und überarbeitet. Redaktionell verantwortlich: Sirwan Aminy.

Stand: 03.08.2026, 19:10 Uhr MESZ · Mars Chroniken Redaktion

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