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ESA beauftragt Airbus mit Bau des Windsatelliten Aeolus-2

Erdbeobachtung

ESA beauftragt Airbus mit Bau des Windsatelliten Aeolus-2

17.08.2026
ESA beauftragt Airbus mit Bau des Windsatelliten Aeolus-2
Bild: ESA · CC BY-SA 3.0 IGO

Der Nachfolger des erfolgreichen Aeolus-Satelliten soll ab 2034 mit doppelt so starken Lasern globale Windprofile für die operationelle Wettervorhersage liefern.

Die europäische Weltraumorganisation ESA hat Airbus Defence and Space in Großbritannien offiziell mit Entwurf und Bau des Windmess-Satelliten Aeolus-2 beauftragt. Die Freigabe zum Arbeitsbeginn erteilte die ESA bereits am 29. Juni 2026, verkündet wurde der Auftrag am 2. Juli 2026 bei einer Zeremonie am ESA-Standort in Harwell im Vereinigten Königreich. Aeolus-2 ist der Nachfolger des ersten Aeolus-Satelliten, der von 2018 bis 2023 in Betrieb war und als erster Satellit weltweit direkte Windprofile aus dem Weltraum lieferte.

Der Vorgänger verbesserte die numerische Wettervorhersage nach ESA-Angaben um 4 Prozent, lieferte erstmals hochauflösende vertikale Windprofile aus dem All und half, Hurrikane und die Ausbreitung von Vulkanasche besser zu verstehen. Auf dieser Grundlage soll Aeolus-2 nun den Schritt von der wissenschaftlichen Demonstrationsmission zum dauerhaften operationellen Dienst schaffen.

Technisch wird deutlich nachgerüstet: An Bord sitzen zwei Laser, die laut dem verantwortlichen ESA-Projektleiter jeweils doppelt so leistungsstark sind wie der einzelne Laser des Vorgängers. Das Doppler-Wind-Lidar arbeitet mit ultraviolettem Licht, scannt die Atmosphäre bis in 30 Kilometer Höhe und nimmt alle 0,01 Sekunden eine Messung vor, wodurch der Satellit die gesamte Erde alle sieben Tage abdeckt. Zusätzlich erhält Aeolus-2 einen Aerosol-Detektor, der weitere Atmosphärendaten liefert. Der Satellit soll in 450 Kilometern Höhe die Erde 15-mal täglich umrunden, eine Lebensdauer von 5,5 Jahren haben und seine Messdaten den Nutzern - also den Wetterdiensten - innerhalb von 120 Minuten nach der jeweils ältesten Messung eines Orbits zur Verfügung stellen.

Entwickelt wird die Mission in Partnerschaft mit der europäischen Wettersatelliten-Organisation EUMETSAT (Europäische Organisation für die Nutzung von Meteorologischen Satelliten). Anders als der wissenschaftliche Erstflug ist Aeolus-2 von Beginn an als operationeller Dienst angelegt: Die Daten sollen direkt in die Vorhersagemodelle etwa des britischen Met Office und des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) einfließen.

Zum konkreten Auftragswert äußert sich die ESA in ihrer eigenen Mitteilung nicht. Das Fachmedium SpaceNews beziffert den Wert der ersten Arbeitsphase auf 51 Millionen Euro, umgerechnet rund 58,3 Millionen US-Dollar. Airbus baut den Satelliten an seinem britischen Standort. ESA-Direktorin für Erdbeobachtungsprogramme Simonetta Cheli sagte, Aeolus habe die Erwartungen übertroffen und die transformative Wirkung weltraumgestützter Windbeobachtung auf die Wettervorhersage bewiesen. Die britische Weltraumministerin Liz Lloyd betonte die Rolle des Vereinigten Königreichs in der Satellitenmeteorologie, Airbus-Managerin Kata Escott bezeichnete den Auftrag als Investition in britisches Fachpersonal.

Bis zum geplanten Start 2034 vergehen acht Jahre seit der Auftragsvergabe. Für die europäische Wetterprognose ist der Auftrag dennoch schon jetzt ein relevantes Signal: Windprofile aus dem All zählen zu den wenigen Datenquellen, die numerische Wettermodelle nachweislich verbessern, und mit Aeolus-2 will Europa diese Fähigkeit erstmals dauerhaft statt nur experimentell nutzen.

Das Wichtigste
  • ESA beauftragt Airbus mit Bau des Windsatelliten Aeolus-2, Nachfolger des Aeolus-Satelliten (2018-2023)
  • Start geplant für 2034, Orbit 450 km Höhe, Lebensdauer 5,5 Jahre, Datenlieferung an die Wetterdienste binnen 120 Minuten nach der ältesten Messung eines Orbits
  • Zwei Laser mit doppelter Leistung des Vorgängers plus zusätzlicher Aerosol-Detektor
  • Auftragswert der ersten Phase laut SpaceNews 51 Millionen Euro; ESA selbst nennt keinen Betrag
  • Mission wird mit EUMETSAT als operationeller Wetterdienst entwickelt, u.a. für UK Met Office und ECMWF

Wie diese Meldung entstanden ist: Recherchiert und geschrieben mit KI-Unterstützung auf Grundlage der oben genannten Quellen, anschließend automatisiert gegen die Originalquellen geprüft und überarbeitet. Redaktionell verantwortlich: Sirwan Aminy.

Stand: 13.08.2026, 01:54 Uhr MESZ · Mars Chroniken Redaktion

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