Mars Chroniken
Die Planeten
Acht Welten umkreisen unsere Sonne, von der glĂŒhenden Gesteinskugel bis zum sturmumtosten Gasriesen. Was einen Planeten ausmacht, wie er entsteht und warum die Erde eine Ausnahme bleibt.
Was ein Planet ist
Ein Planet ist ein groĂer Himmelskörper, der einen Stern umkreist und genug eigene Schwerkraft besitzt, um sich in eine runde Form zu zwingen. Genau diese Eigengravitation trennt ihn von formlosem Geröll und Staub. Vom Stern selbst unterscheidet ihn etwas anderes: Ein Planet leuchtet nicht aus eigener Kraft. Was wir am Nachthimmel sehen, ist geliehenes Licht, zurĂŒckgeworfenes Sonnenlicht oder der Schein eines fernen Sterns.
In unserem Sonnensystem sind acht Planeten bekannt. In wachsendem Abstand zur Sonne sind das Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.
Woran man Planeten erkennt
So verschieden diese acht Welten sind, so wenige Merkmale genĂŒgen, um sie zu ordnen. Vier davon prĂ€gen jeden Planeten.
GröĂe und Masse schwanken enorm. Die Gasriesen Jupiter und Saturn sind weit gröĂer und schwerer als die Gesteinsplaneten wie Merkur und Mars. Zwischen einem kleinen Felsball und einem Gasriesen liegen Welten.
Auch die OberflĂ€che verrĂ€t den Typ. Gesteinsplaneten tragen einen festen Boden, auf dem man theoretisch stehen könnte. Gasriesen bestehen dagegen ĂŒberwiegend aus Gasen und besitzen keine feste OberflĂ€che, in die man je einen FuĂ setzen wĂŒrde.
Viele Planeten hĂŒllen sich in eine AtmosphĂ€re aus unterschiedlichen Gasen. Deren Zusammensetzung entscheidet ĂŒber Klima und Bedingungen an der OberflĂ€che, sie macht den Unterschied zwischen lebensfreundlich und lebensfeindlich.
Und jeder Planet folgt seiner Umlaufbahn, einer festgelegten Runde um seinen Stern. Diese Bahnen verlaufen meist elliptisch, also leicht oval, nicht als perfekter Kreis.
Wie Planeten entstehen
Die Geburt der Planeten begann vor etwa 4,6 Milliarden Jahren, kurz nach der Bildung unseres Sonnensystems. Sie vollzog sich nicht in einem einzigen Moment, sondern ĂŒber mehrere Stufen, in denen aus Staub allmĂ€hlich Welten wurden.
- Sternentstehung im Sonnennebel: Am Anfang steht eine riesige MolekĂŒlwolke aus Gas und Staub. Unter ihrer eigenen Schwerkraft kollabiert sie und verdichtet sich. Im dichtesten Zentrum entsteht ein Protostern, der VorlĂ€ufer unserer Sonne.
- Bildung des Sonnensystems: WĂ€hrend im Zentrum die Sonne heranreift, bleibt ringsum eine rotierende Scheibe aus Gas und Staub zurĂŒck, die protoplanetare Scheibe.
- Akkretion: In dieser Scheibe stoĂen Staubteilchen zusammen und kleben zu gröĂeren Klumpen aneinander. Durch weitere Kollisionen und Anziehungskraft wachsen sie zu Planetesimalen heran.
- Bildung der Protoplaneten: Kollision um Kollision werden die Planetesimale zu Protoplaneten. In den heiĂen inneren Bereichen der Scheibe entstehen vor allem Gesteins- und Metallplaneten, in den kĂ€lteren Ă€uĂeren Regionen die Gasriesen.
- Ausbildung der Planeten: Die Protoplaneten sammeln weiter Material und werden zu den Planeten, die wir heute kennen. Dabei verdrÀngen sie kleinere Körper und stabilisieren ihre Bahnen.
- Reinigung des Systems: Auch nach der Hauptphase bleibt das System noch einige Millionen Jahre unruhig. Kollisionen, EinschlĂ€ge und das AbstoĂen von Gas und Staub rĂ€umen es allmĂ€hlich auf, bis Ordnung einkehrt.
Zwei bemerkenswerte Welten
Unter den acht Planeten ragen zwei besonders heraus, jeder auf seine Weise.
Die Erde ist bis heute der einzige bekannte Ort im Universum, an dem Leben existiert. Sie vereint, was das so selten macht: eine stabile AtmosphĂ€re, Wasser in flĂŒssiger Form und eine schĂŒtzende MagnetosphĂ€re.
Jupiter ist der gröĂte Planet des Sonnensystems, berĂŒhmt fĂŒr seinen gewaltigen Sturm, der schon seit Jahrhunderten tobt, den GroĂen Roten Fleck. Dazu umgibt ihn eine Vielzahl bemerkenswerter Monde.