Stoke Space
Wie Stoke Space das Raketentriebwerk neu erfunden hat
Es sieht so aus als ob ein Tank ohne erkennbares Triebwerk einfach durch die Luft schwebt. Und dieses Gefährt hat nichts mit SpaceX zu tun. Es wurde von Stoke Space entwickelt, welche einen bisher völlig neuen Ansatz bei den Triebwerken verfolgen. Wie so viele Startups im Raumfahrtbereich möchte auch Stoke Space die Wiederverwendung der Raketen erreichen und hat hohe Ziele. Doch um Unterschied zu anderen Startups konnte Stoke Space bereits zahlreiche (finanzkräftige) Unterstützer gewinnen. Dies ermöglichte ihnen bereits die erste Hardware zu konstruieren.
So befindet sich bereits ein Prototyp mit 15 Brennkammern auf dem Teststand, welcher bereits zweimal am Tag fleißig feuert.
Schauen wir uns Stoke Space also etwas genauer an….
Das Weltraum Startup wird von Bill Gates, der US Spacefocre und sogar von der Nasa unterstützt. Ihre „Nova“-Rakete verspricht den Weltraum für alle zu öffnen.
Wer ist Stoke Space?
Stoke Space wurde 2020 von Andy Lapsa und Tom Feldman, zwei ehemaligen Ingenieuren von Blue Origin, gegründet. Gemeinsam konnten sie ein Team aus über 100 Ingenieuren aufbauen und Stoke Space zu einem schlagkräftigen Kraftpaket entwickeln. Stoke Space möchte den Großen wie SpaceX und Blue Origin echte Konkurrenz machen und die Raumfahrt dadurch effizienter.
Was macht Stoke Space besonders?
Stoke Space setzt ebenfalls auf eine Wiederverwendbarkeit. Allerdings nicht nur auf die Wiederverwendung der ersten Stufe, sondern aller Komponenten ihrer Nova-Rakete. Die Startkosten sollen auf unter einer Million gesenkt werden, also ein zehntel der Falcon9-Kosten.
Die Finanzierung von Stoke Space
Stoke Space konnte in der kurzen Zeit seit ihrer Gründung beeindruckende 175 Millionen einsammeln. Dabei beteiligt sich Bill Gates, aber auch die Space Force. Aber auch die Nasa engagiert sich finanziell. Clever eingesetzt kann dieses Kapital der Startschuss in die Zukunft darstellen, auch wenn es mit Sicherheit noch nicht ausreichend sein werden.
Die Nova Rakete – ein Meisterwerk der Wiederverwendbarkeit
Das Ziel ist es, die Nova-Rakete zu einer Art „Weltraumbus“ zu entwickeln. Sie soll starten, landen, wieder starten etc. Mit ihrer Länge von ca. 30 Metern und dem Durchmesser von ca. 4 Metern ist sie etwas kleiner als das Starship von SpaceX, aber größer als die Neutron von Rocketlab. Sie ist für mittlere Nutzlasten ausgelegt.
Das Herzstück der Nova ist ihre vollständige Wiederverwendbarkeit. Dabei setzt Stoke Space Methan-Sauerstoff-Triebwerke mit dem Namen „Zenith“.
Hochinteressant ist vor allem die zweite Stufe, welchen einen völlig neuen Ansatz verfolgt. Sie ähnelt den bisherigen Kapseln, ist jedoch etwas eher konisch in die Länge gezogen. Ihre Basis ist mit mit einem Ring aus 30 kleinen Wasserstofftriebwerken. Diese sind nicht nur für den Schub zuständig, sondern auch für die Steuerung und dienen als Teil des Hitzeschildes für den Wiedereintritts. Das funktioniert nur, weil sie mit einer besonderen, selbstregulierenden Kühlung durchzogen sind.
Eine weitere Besonderheit ist, dass die Oberstufe Lasten nicht nur ins All bringen kann, sondern diese auch wieder aus dem All zurückholen soll.
Die Vision „Raumfahrt für alle“
Die Vision von Stoke Space ist es, dass ihre Raketen, ähnlich wie Flugzeuge in kurzen Abständen starten, ihre Aufgabe erledigen landen und kurz darauf wieder starten. Dafür wird selbstverständlich eine zuverlässige Nova-Rakete aber auch die dafür notwendige Startinfrastruktur benötigt.
Trotzdem würde die Erreichung dieser Vision auch Startups, Universitäten und sogar Privatleuten den Weltraum zugänglich machen.
Wir drücken dieser Firma ganz fest die Daumen und sind gespannt ob die großen Herausforderungen gemeistert werden können.
Wir werden das hier weiter verfolgen und Dich hier laufend informieren.